24.09.2015 | Gemeinschaftsschule findet hohe Akzeptanz

Betreuungsproblem in der Mittagszeit ist an der Längenfeldschule behoben - CDU informiert sich

Bürgermeister Sebastian Wolf (links) hat zusammen mit der CDU-Fraktion das Lernatelier der Gemeinschaftsschule am Längenfeld besucht. SZ-Foto: götz

Ehingen - Seit einem Jahr läuft an der Ehinger Längenfeldschule nun schon die Gemeinschaftsschule - und das mit großem Erfolg, wie Schulleiter Max Weber am Mittwochabend der CDU bei einem Vor-Ort-Termin mitgeteilt hat. Auch das Betreuungsproblem in der Ganztagesschule, das vor den Sommerferien hochgekocht ist, ist nun laut Weber gelöst.

"Uns ist es wichtig, nicht nur Beschlüsse zu treffen, sondern anzuschauen, was daraus geworden ist", betonte der CDU-Fraktionsvorsitzende Manuel Hagel. Und der Beschluss des Ehinger Gemeinderats, an der Längenfeldschule eine Gemeinschaftsschule einzurichten, hat sich gelohnt. "Wir sind glücklich, diese Schulart in Ehingen aufbauen zu dürfen. Die Gemeinschaftsschule ist eine sehr gute Antwort auf die aktuelle Bildungssituation im Land", erklärte Schulleiter Max Weber. Aktuell sind 52 Fünftklässler in der Gemeinschaftsschule, auch inklusiv beschulte Schüler befinden sich darunter. "Durch die Eltern haben wir mittlerweile eine sehr hohe Akzeptanz erfahren. So haben wir in Klassen fünf und sechs mittlerweile 105 Schüler in der Gemeinschaftsschule", so Weber. Rund 500 Shüler sind so auf die drei Schularten Grundschule, Gemeinschaftsschule und Werkrealschule am Längenfeld verteilt. Diese werden von 40 Lehrern, einem Realschullehrer und zwei Sonderpädagogen betreut. "Leistungsschwache Schüler bekommen in der Gemeinschaftsschule ihre Zeit, leistungsstarke Schüler können vorweg gehen", erklärte Weber. Auch die Elternbeiratsvorsitzende Annette Springer ist voll des Lobes nach einem Jahr Gemeinschaftsschule: "Viele Eltern waren zuvor sehr kritisch und hatten dennoch den Mut, ihre Kinder in der Gemeinschaftsschule anzumelden. Mittlerweile gibt es nur positive Rückmeldungen." Was Schulleiter Weber allerdings immer noch ärgert, sind die negativen Äußerungen mancher zur Gemeinschaftsschule. "Vorurteile wie Beliebigkeit oder keine Noten sind einfach falsch", sagte Weber, der vor allem das Lernatelier lobt. "Dort herrscht absolute Ruhe", sagte der Schulleiter. Auch Lehrerin Patricia Spöcker, die seit einem Jahr in der Gemeinschaftsschule arbeitet, zieht eine positive Bilanz: "Das Lernatelier ist der Lieblingsort der Schüler", betonte die Lehrerin, die sich über die neue Lernkultur freut.

Ebenfalls Grund zur Freude ist eine Lösung, die die Längenfeldschule in Sachen Mittagsbetreuung für nicht gemeldete Ganztagesschüler gefunden hat. "Laut Landesregierung ist es nur möglich, gemeldete Schüler von 12 bis 14 Uhr zu betreuen. Da sind viele Eltern vor den Sommerferien erschrocken. Wir haben nun aber eine Lösung gefunden, dass auch die nicht für die Ganztagesschule gemeldeten Schüler Angebote in der Mittagspause haben", betonte Weber zur Freude vieler Eltern und Schüler.

(von Tobias Götz, Schwäbische Zeitung, 24.09.2015)