23.05.2015 | Im toten Winkel lebt man gefährlich

Längenfeldschule und Hermann-Gmeiner-Schule trainieren Schüler in Sicherheit

Wer im „Toten Winkel“ steht, wird vom Lastwagen-Fahrer nicht gesehen, machte Wolf-Dieter Staab den Schülern klar.

Ehingen sz Seit einigen Jahren findet jährlich ein gemeinsamer Verkehrssicherheitstag für die Achtklässler der Hermann-Gmeiner-Schule und der Siebtklässler der Längenfeldschule statt. Schwerpunktthemen sind Mitfahrerproblematik, Alkohol und Drogen im Straßenverkehr, das motorisierte Zweirad und der „Tote Winkel“. Vertreter von Polizei, Verkehrswacht und Rotem Kreuz stellten am Freitag den Schülern die Gefahren im Straßenverkehr vor Augen und schärften das Bewusstsein für verkehrsgerechtes Verhalten.

Wolf-Dieter Staab, Vorstandsmitglied der Verkehrswacht Ehingen, ließ die Schüler hinter dem Lenkrad eines Lieferwagens Platz nehmen und fragte, was sie im Rückspiegel sehen. Das war nicht alles, wie sich herausstellte. Beidseitig des Fahrzeugs und vor allem dahinter war da der berühmte „Tote Winkel“, in dem sich aufzuhalten gefährlich ist.

„Waren Sie schon einmal besoffen?“, fragte ein Schüler den Mann von der Verkehrswacht, nachdem dieser den Kindern die Frage zuvor gestellt hatte. „Ja, aber ich habe erkannt, dass das nichts für mich ist“, erhielt der Junge zur Antwort. Zwei Sichtverzerrungsbrillen verdeutlichten den Kindern die Folgen von übermäßigem Alkoholgenuss. Mario Klumpp vom Ehinger Jugendrotkreuz veranschaulichte Motorradunfälle und Hilfsmöglichkeiten. Polizeihauptmeisterin Renate Wörle-Glomb informierte über Gefahren beim Mitfahren.

(Schwäbische Zeitung, 23.05.2015)