17.02.2019 | Gemeinschaftsschule punktet mit ihren Vorteilen

Viertklässler erkunden das Lernatelier. (Foto: SZ- kö)

Das Lernen auf unterschiedlichem Niveau stellte Rektor Max Weber von der Längenfeldschule bei der Präsentation der Gemeinschaftsschule bei den Eltern in den Vordergrund. In Deutsch auf Gymnasialniveau, in Mathe auf Grundniveau und das alles in einer Jahrgangsstufe in einer Schule, stellte Weber den Elter als einen der Vorteile der Gemeinschaftsschule vor.

Es gibt auch keinen Versetzungsstress zwischen den Klassen fünf bis acht. „Aber unsere Leistungsanforderungen sind sehr engmaschig“, sagte Weber den Eltern.

Deren Kinder informierten sich derweil bei Carmen Schneider, der Lerngruppenleiterin der Jahrgangsstufe fünf. „Hausaufgaben haben wir keine, aber üben muss man immer, das ist bei uns im Stundenplan mit drin. Vokabeln und auf einen Test zuhause lernen ist immer erlaubt“, sagte sie ihren zukünftigen Schülern.

Eigener Arbeitsplatz

„In den Lernateliers, wo hauptsächlich für Deutsch und Mathe gearbeitet wird, hat jedes Kind seinen eigenen Arbeitsplatz“, erklärte sie, mit einem eigenen Fach für Bücher und andere Unterlagen.

Jeder Schüler kann auf der Gemeinschaftsschule so arbeiten wie er es schafft. Ist er gut in Deutsch, kann es hier das erweiterte Niveau sein, wenn es in Mathe nicht so läuft, ist es hier das leichtere Grundniveau oder auch umgekehrt. Mehr als 20 Kinder hörten Carmen Schneider aufmerksam zu.

Anschließend machten sie sich mit Alara und Janina aus Jahrgangsstufe neun auf, um das Schulhaus zu erkunden. Im Physiksaal warteten einfache Versuche mit Energie auf die potentiellen neuen Schüler der Gemeinschaftsschule.

Referendarin Marina Nägele hatte ganz viel über Bienen vorbereitet. Es gab Puzzle über das Leben einer Arbeitsbiene. Unter der Stereolupe konnten Bienenflügel und Bienenbeine betrachtet werden. Alles über den Weg von der Blüte bis zum Honig gab es zu erkunden und anschließend ein Brot mit selbst geschleudertem Honig, den Marina Nägele von daheim mitgebracht hatte, zu probieren. Dario war mit seiner Mutter aus Oggelsbeuren gekommen, um die Schule anzuschauen. „Diese Schule hat die beste Bewertung bekommen“, sagte sie, „darum wollen wir sie uns anschauen“.

(Schwäbische Zeitung, 17.02.2019)