17.02.2019 | Achtklässler informieren sich über Sicherheit im Verkehr

Viele Informationen in Sachen Sicherheit im Verkehr gab es für die Schüler. (Foto: SZ- Barbara Körner)

In der achten Klasse denken Schüler schon mal an den ersten Mopedführerschein, mit dem Rad sind sie sowieso immer unterwegs. Beim Verkehrsprojekttag für 55 Schüler der Längenfeldschule und 15 von der Hermann-Gmeiner-Schule haben sie viel Wissenswertes erfahren über das, was junge Fahranfänger dürfen und wofür auch sie Punkte bekommen können.

Schon als Mofafahrer gefährdet

„Ihr seid an der Grenze zum Mopedführerschein, könnt einen kleinen Roller oder ein Mofa mit 15 Jahren fahren“ erklärte Polizeioberkommissar Werner Locher. Mit 16,5 Jahren darf man mit dem Führerschein beginnen, mit 17 mit Begleitung fahren, ehe es mit 18 den Scheckkartenführerschein gibt. „Schon als Mofafahrer sammelt ihr Erfahrungen im Verkehr, seid aber auch extrem gefährdet“, erklärte Locher. Weiter sagte er, dass der Roller ein verteufeltes Teil sei, die Drossel könne man leicht entfernen um schneller als erlaubt zu fahren und dann sei auch schnell ein Unfall passiert.

„Bei so einem Unfall wird es richtig teuer, die Versicherung zahlt nicht, denn für das stärkere Fahrzeug habt ihr keinen Führerschein. Es gibt für Fahren ohne gültige Fahrerlaubnis eine Führerscheinsperre für den Führerschein später. Frisieren bringt also nichts – außer viel Ärger“, warnte Locher. Er sagte auch, dass man schon als Radfahrer Punkte sammeln könne, wenn man beispielsweise über eine rote Ampel fährt und von der Polizei dabei erwischt wird.

E-Roller sind keine Spielzeuge

Locher fragte die Schüler der Jahrgangsstufe acht, wer einen E-Roller habe, zaghaft gingen einige Hände in die Höhe. „Das sind Kraftfahrzeuge, keine Spielzeuge, aber die sind nicht versichert und sind nicht zulassungsfähig für den Straßenverkehr. Lasst die Finger davon, ihr bekommt nur Schwierigkeiten“, sagte der Polizist.

pAuf dem Schulhof erklärte Wolf-Dieter Staab von der Verkehrswacht, welche fatale Wirkung der tote Winkel im Straßenverkehr haben kann. Ein besonderes Problem haben dabei Lastwagen und Busse, die wegen ihrer Größe nur einen eingeschränkten direkten Sichtradius haben. Besonders deutlich wird das, wenn der Lastwagen nach rechts abbiegt, der Radfahrer neben ihm geradeaus weiterfahren will. Seit einiger Zeit ist für Lastwagen ein zweiter großwinkliger Rückspiegel vorgeschrieben, erfuhren die Schüler.

(Schwäbische Zeitung, 17.02.2019)