18.01.2019 | Jugendliche fasziniert von Technik

Die Lerngruppe 7.1 ist an Technik interessiert. (Foto: SZ- kurt efinger)

Ein Fahrzeug enormer Höhe und Breite zieht diese Woche im Hof der Längenfeldschule die Blicke auf sich. Es ist der Info-Truck des Arbeitgeberverbandes Südwestmetall, der von Mittwoch bis Freitag 170 Schülern Einblicke in die Berufschancen in der Metall- und Elektroindustrie vermittelt.

Die Faszination der in der Technik anwendbaren Naturgesetze hat die moderne Industrie hervorgebracht. Um sie hierzulande zu erhalten, sind die technischen Betriebe bestrebt und auf die Ausbildung von Nachwuchs bedacht. Seit 30 Jahren setzt der Arbeitgeberverband der Metallindustrie dazu an Schulen und öffentlichen Einrichtungen mobile Informationsstationen ein. Eine davon ist der Info-Truck, in dem sich die Technik den Schülern der Jahrgangsstufen sieben bis zehn der Längenfeldschule als erlernbare Berufsperspektive präsentiert.

Für Technik interessieren

Den Kontakt zwischen den jungen Menschen und den Funktionszusammenhängen bringen die erfahrenen Berater Andreas König und Jörg Schneider zustande. Sie verstehen es, Jugendliche beiderlei Geschlechts für technische Abläufe zu interessieren und sie durch praktische Anwendungen so weit zu bringen, dass sie am Ende von eineinhalb Stunden das Gefühl haben: „Das kann ich auch.“ Den neun Buben und elf Mädchen der Gemeinschaftsschul-Lerngruppe 7.1 hat sich die Wunderwelt der Technik am Dienstagvormittag weiter aufgetan, als sie durch den Technikunterricht in der Schule bereits war. Etlichen von ihnen bereitete die Ergänzung des vertrauten Stromkreislaufs zum Anwendungsmodell überhaupt keine Schwierigkeit. Schnell hatten sie die dazu benötigten Module zusammengesteckt. Ihr Lerngruppenbegleiter Dimitri Sertel brauchte dabei kaum Hilfestellung zu leisten. Die natürliche Neugier brachte den Lernprozess in Gang und öffnete möglicherweise den Blick in eine Zukunft im faszinierenden Bereich der Technik.

Der Info-Truck informiert über Ausbildungsmöglichkeiten und Berufschancen im größten Industriebereich. Multimedial und in praktischen Vorführungen eröffnet er Jugendlichen berufliche Perspektiven im Einklang von Leben und Arbeit. Seit 20 Jahren ist er nach Auskunft von Rektor Max Weber fester Bestandteil der Berufswegplanung an der Ehinger Längenfeldschule. Dass Technik in Ehingen eine bedeutende Rolle spielt, ist den Schülern der Lerngruppe 7.1 bewusst. Mühelos sagten sie auf Nachfrage so ziemlich alle größeren und kleineren technischen Betriebe der Stadt auf. Liebherr stand an erster Stelle, gefolgt von etlichen anderen.

(Schwäbische Zeitung, 18.01.2019)