29.01.2018 | Verkehrserziehung über den toten Winkel

Polizei und Verkehrswacht klären Ehinger Achtklässler auf

Die Längenfeldschüler hören bei der Verkehrserziehung gut zu.

Die Achtklässler der Längenfeldschule sind viel mit ihren Fahrrädern unterwegs, zumindest die Jungen. Wie gefährlich es ist, neben einem Lastwagen herzufahren, erklärte ihnen Wolf-Dieter Staab von der Verkehrswacht.

„Der kann plötzlich abbiegen, ohne vorher zu blinken, der tote Winkel ist nicht auszumachen“, warnte Staab die Schüler. Damit sie sich von diesem toten Winkel eines Lastwagen- oder Busfahrers ein Bild machen konnten, lud er sie nacheinander in den Bus der Verkehrswacht ein, die Klassenkameraden stellten sich in eben diesem toten Winkel auf, und Fahrer und Beifahrer konnten sie nicht erkennen.

Später probierten die Achtklässler mit der Promillebrille aus, wie sich Alkohol auf das Verhalten im Straßenverkehr auswirkt. Bei Polizeioberkommissar Werner Locher ging es um den Handygebrauch beim Radfahren. „Sobald das Gehör beeinträchtigt ist, kostes es etwas“, sagte Locher. Dass das Handy am Ohr am Lenker 55 Euro kostet, hätten die Achtklässler nicht gedacht.

Im Auto wird es noch wesentlich teurer, erfuhren sie, 150 Euro und zwei Punkte in Flensburg. Fußgänger mit Handy am Ohr bekommen keine Strafe, sie erden nur ermahnt.

Ob das Fahren ohne Helm bußgeldpflichtig ist, fragten die Schüler. „Das ist leichtsinnig, aber kostet nichts. Aber nach einem Unfall können Schmerzensgeld oder Rente reduziert werden, wenn der Radfahrer keinen Helm trug“, erklärte Werner Locher.

Dass man mit dem Rad nicht über den Zebrastreifen fahren darf, war den Achtklässlern klar, auch wenn sie es manchmal machen, wie man an dem verlegenen Gekicher erkennen konnte.

(Schwäbische Zeitung, kö, 29.1.2018)