27.11.2017 | Spielenachmittag an Längenfeldschule: Spannend, schnell und lustig

Als Inspiration für die Weihnachtsgeschenke versteht sich der Spielenachmittag an der Ehinger Längenfeldschule, an dem wieder verschiedene Spiele ausprobiert werden konnten.

Bei dem gut besuchten Spielenachmittag an der Längenfeldschule sind wieder viele verschiedene Spiele ausprobiert worden, darunter auch einige mit dem Titel „Spiel des Jahres“.  Foto:  Christina Kirsch

Jeder Anlass findet sein Spiel. Manche mögen es kurz und knackig, andere möchten sich in knifflige Strategien vertiefen. Es gibt eine Unmenge an Spielen auf dem Markt und Eltern stehen manchmal vor dem Problem, welches Spiel nun das richtige für ihre Kinder sein könnte. Der Spielenachmittag an der Längenfeldschule ist ein guter Anlass, um verschiedene Spiele kennenzulernen. Bei trübem Novemberwetter waren die zwei Stunden auch eine gute Gelegenheit, der Tristesse zu entfliehen und gemeinsam den Nachmittag zu erleben und sich mit anderen Spielern und Eltern auszutauschen.

Die Erstklässler griffen sofort zu dem Spiel „Husch, husch, kleine Hexe“ von Ravensburger, das einfach zu spielen ist und schon für Kinder ab drei Jahren empfohlen wird. Das Spiel dauert nicht lange und ist auch in den meisten Kindergärten bekannt. Sehr beliebt bei Sechs- und Siebenjährigen sei auch „Das kleine Gespenst“ von Haba nach der Geschichte von Otfried Preußler, meint Riccarda Stumpp, die lange Jahre dem Förderverein der Schule angehörte und den Spielenachmittag organisierte. Das Spiel dauert etwa 15 Minuten und eignet sich für Kinder ab der ersten Klasse. Ein Mitspieler ist aktiv und die anderen müssen mitdenken und das Geschehen beobachten. Dabei wird die Merkfähigkeiten trainiert, aber es ist auch Geschicklichkeit gefragt.

Nicht nur bei diesem Spiel können die Spieler selber kreativ werden und die Spielregeln bei Bedarf abwandeln. „Es ist sowieso oft so, dass viele Familien nach und nach ihre eigenen Spielregeln entwickeln“, sagt die Mutter Iris Haberbosch. Ihre Tochter Selina (8) mag das Spiel „Wer ist es?“ von Hasbro, „weil das schnell geht“. Zwei Kinder sitzen sich gegenüber und müssen durch Fragen herausfinden, welche Figur das Gegenüber aufgedeckt hat. Mit geschickter Fragetechnik lässt sich das schnell einkreisen.

Kopfrechnen macht Spaß

Selina und ihre Freundin spielen aber auch gerne „Qwirkle“ von Schmidt-Spiele, das sich sehr gut als Spiel für die Reise eignet, da es in ein praktisch zu transportierendes Säckchen passt. Auch hier haben die Familien beinahe unbemerkt die Spielregeln abgewandelt, was dem Spiel aber keinen Abbruch tut. Das Spiel braucht keine komplizierte Anleitung und man kann schnell loslegen. Ein Spiel mit pädagogischen Hintergrund und sehr geeignet, um das Rechnen zu lernen, ist „Just4Fun“ nach dem Prinzip von „4gewinnt“. Das Kopfrechnen mache dabei ziemlich Spaß, sagt Riccarda Stumpp.

Auf dem Spielmarkt hat die Elektronik mittlerweile selbst bei den Brettspielen Einzug gehalten. So kommen bei dem Spiel „Wer war’s?“ von Ravensburger die Anweisungen mittels einer elektronischen Stimme aus einem Kästchen. Gemeinsam muss ein Geheimnis gelöst werden. Drei Schüler probierten mit Vergnügen das Spiel „Ubongo“ von Kosmos aus. Das wilde Lege-Spiel geht auf Zeit und verspricht Erwachsenen und Kindern ab acht Jahren gleich großen Spaß. Mit einer halben Stunde Spielzeit muss man dabei rechnen.

Bei den Lieblingsspielen fällt auf, dass oft „Spiele des Jahres“ darunter sind, die schon mehr als zehn Jahre auf dem Markt sind. Offensichtlich braucht es Zeit, bis sich Spiele durchsetzen und sich in den Familien etabliert haben. „Dauerbrenner wie ,Rummikub’ erleben gerade wieder eine Renaissance“, stellt Klara Dorner fest. Wer sich als Erwachsener gerne von Kindern schlagen lässt, wählt Merkspiele wie „Memory“ oder „Sagaland“.

Für den Spielenachmittag schenkte Ravensburger der Schule sechs Spiele und von Kosmos kamen zwei neue Spiele in den Bestand der Ganztagesbetreuung.

(Südwest Presse, 27.11.2017, Christina Kirsch)