09.11.2017 | Schlemmerbande schnippelt, kocht und genießt

Gemeinsames Projekt von der Meistervereinigung Gastronom, der AOK und der Längenfeldschule startet

Das Projekt Schlemmerbande startet nun an der Ehinger Längenfeldschule. (Foto: SZ- kö)

„Schlemmerbande“ nennt sich ein gemeinsames Projekt von der Meistervereinigung Gastronom, der AOK und des Ministeriums für den ländlichen Raum, in das 14 Schüler der Klassenstufe sieben der Längenfeldschule eingebunden sind. Sie wollen in einem Jahr ganz viel über bewusstes, gesundes, hochwertiges Essen lernen, wollen es selbst herstellen.

Am Mittwochabend haben sich diese Schüler und ihre Eltern mit dem Vorsitzenden der Meistervereinigung Gastronom, Alfons Köhler, und Lisa Schlumberger sowie Angela Maxa von der AOK in der Mensa der Längenfeldschule getroffen. Nun startet dort das Projekt mit Angela Maxa. „Wir wollen über das eigene Essverhalten nachdenken, was will ich ändern, was beibehalten, wollen kleine Gerichte zubereiten, über Vor- und Nachteile von Fastfood und Slowfood sprechen“, kündigte Angela Maxa an. Für den praktischen Teil ist Köhler mit im Boot, „die Kinder bekommen eine Kochjacke mit ihrem Namen, eine Schürze und am Ende des Schuljahres ein Messerset. Wir kochen einmal im Monat gemeinsam, wir lernen, wo kommen Lebensmittel her, gehen auf einen Biobauernhof und einen Erdbeerhof, aber auch in einen Großmarkt“, sagte Gastronom Köhler. Als Abschluss stellt sich Köhler eine kulinarische Sommernacht vor, für die Kinder für sich und ihre Eltern und alle Beteiligten ein tolles Büffet herrichten. Als für das Projekt Schlemmerbande, das es 14 Mal in Baden-Württemberg gibt, eine Schule gesucht wurde, ist Köhler auf Schulleiter Max Weber zugegangen, der war sofort angetan und ebenso die Lehrerin für Alltagskultur, Ernährung und Soziales, Waltraud Dengler. „Das Projekt Schlemmerbande lädt ein zu gesundem Essen. Die Kinder erleben regionale Küche und bekommen ein Bewusstsein für den Wert des Essens. Nutzt diese Chance“, appellierte Weber an seine Schüler. Und wenn der eine oder andere dann Gefallen am Umgang mit Lebensmitteln findet und daraus ein Beruf wird, sieht Weber darin eine „win-win Situation“ für alle Seiten.

Bürgermeister Sebastian Wolf fand das Projekt toll und wollte die Schlemmerbande gleich für einen Empfang oder ein Essen mit dem Gemeinderat engagieren, bei dem die Kinder die komplette Bewirtung mit Essen, Eindecken und Servieren übernehmen sollen.

Die entstehenden Kosten für das eine Jahr des Projektes in Höhe von 6000 Euro teilen sich die AOK und die Meistervereinigung Gastronom.

(Schwäbische Zeitung, 08.11.2017, Barbara Körner)