22.10.2017 | Längenfeldschule braucht mehr Platz

Landespolitiker Manuel Hagel hat sich an der Gemeinschaftsschule selbst ein Bild gemacht

Fotos: Schwäbische Zeitung

Landtagsabgeordneter Manuel Hagel (CDU) hat am Freitag die Ehinger Längenfeldschule besucht. Im Gespräch mit Rektor Max Weber ging es unter anderem um den erhöhten Platzbedarf an der Gemeinschaftsschule. Dann stellte sich der Politiker den Fragen der Klasse 8.2.

Manuel Hagel hat hier selbst die Grundschule besucht, kennt von daher sogar schon Max Weber als Rektor. Doch Vieles hat sich an der Längenfeldschule auch rasant verändert. Ungewohnt war es deshalb für Hagel, als der Rektor ihn in ein Lernatelier der Gemeinschaftsschule führte. Hier herrscht absolute Stille, die Schüler sind über den Raum verteilt und jeder arbeitet für sich auf seinem Niveau. Wenn nötig geben sie ihrem Lehrer ein Zeichen und er kommt, um ihnen zu helfen. „Selbst die größten Rabauken lernen, den Wert der Ruhe zu schätzen“, erklärte Weber. Doch die Fünftklässler bräuchten erst einmal Wochen oder Monate, um sich daran zu gewöhnen.

Die Gemeinschaftsschule befindet sich mittlerweile im vierten Jahr. Die Schülerzahl wachse immer weiter, derzeit seien es etwa 200, sagt Rektor Weber. In den vergangenen Jahren habe sich die Schule zur Ganztagsschule gewandelt. Zusammen mit den Grundschülern seien es mittlerweile 300 Schüler, die ganztags in der Schule verweilen. Doch die Schule sei als Halbtagsschule konzipiert, sagt Weber. „Das Ganztagesangebot fordert Platz über das hinaus, was wir bisher haben.“

„Man sollte mal anbauen“, regte deshalb auch ein Schüler in der Fragerunde an. „Mehr Aufgaben und mehr Schüler und der gleiche Platz, das kann nicht funktionieren“, räumte Manuel Hagel ein. Die Frage des Platzmangels müsse beantwortet werden. Die Stadt kümmere sich darum und ordne ein, was dringend ist.

Musiksaal muss komplett saniert werden

Ein anderer Schüler erzählte vom „heruntergekommenen Musiksaal“, in dem man nicht mehr alles machen könne. „Das Problem wird gelöst“, erklärte der Rektor. Der in die Jahre gekommene Musikraum müsse komplett saniert werden, er sei eine „Dauerbaustelle“ und die Arbeiten seien auch schon mehrfach ausgeschrieben worden – doch wegen der Situation auf dem Markt bisher ohne Erfolg. Nach und nach müssten auch andere 40 Jahre alte Fachräume auf den neuesten Stand gebracht werden. Das Klassenzimmer beim Foyer werde zudem weichen müssen, weil das Foyer vergrößert werde, erklärte er Manuel Hagel, den auch das Niveau von Erstklässlern heutzutage interessierte. „Dieses Jahr mussten wir 15 schulpflichtige Kinder zurückstellen“, erklärte Weber.

Die Klasse 8.2 war bei der Fragestunde in der Mensa ganz aufgeweckt und wollte vor allem wissen, wie das (Arbeits-)Leben eines Politikers so aussieht.

(Schwäbische Zeitung, 21.10.2017)