20.03.2017 | Gemeinschaftsschule geht ins vierte Jahr

Ehinger Längenfeldschule öffnet Türen für zukünftige Schüler

Matthias Sydow (links) zeigt den Kindern, was im Technikunterricht erarbeitet worden ist.
(Foto: SZ- KÖrner)

Rund 50 Eltern mit ihren Kindern haben sich am Samstagmorgen die Gemeinschaftsschule im Längenfeld angesehen und überlegt, ob die Kinder dort ab dem fünften Schuljahr weiter zur Schule gehen sollen.

„Es waren hauptsächlich Eltern aus den Teilorten, die Ehinger Eltern, die ihre Kinder hier zur Grundschule schicken, kennen unsere Gemeinschaftsschule ja bereits“, sagte Rektor Max Weber. Er hat den Eltern seine Schule ausführlich vorgestellt und konnte dabei auf Erfahrungswerte aus den drei vergangenen Jahren zurückgreifen. „Das sind Erfahrungen, wie man mit stärkeren und schwächeren Schülern umgeht, dass in Ausnahmefällen, wenn in der Schule nicht intensiv genug gearbeitet wurde, auch mal Hausaufgaben fällig sind. Ich konnte den Eltern aber auch versichern, dass sich die Kinder sehr schnell an die vier Nachmittage Unterricht gewöhnen und sie den neuen Tagesablauf sehr bald als ganz normal ansehen“, sagte Weber. 153 Kinder besuchen derzeit die Gemeinschaftsschule, rund 25 sind es in jeder Klasse.

Sven Dorn von der Grundschule Berg schaute sich bei Johanna Wachter und Carmen Schneider das Lernatelier an, er will sich mit seinen Eltern aber auch noch die Realschule ansehen. Eine Kommunikationsplattform zwischen Eltern und Lehrern, aber auch Schülern und Lehrern, wie an der Gemeinschaftsschule, gibt es nicht überall. Jörg Eisele und Timo Schiemann erklärten den Besuchern, wie sie funktioniert. Sabine Prinz erklärte den Eltern das Lerncoaching. Es gab bei ihr Arbeitsblätter zum Thema Freunde finden, über die Wut- oder Angstbewältigung. „Was kann ich machen, dass es anderen gut geht, was brauche ich, damit es mir gut geht“, kann man hier ebenfalls erarbeiten. Eines der Profilfächer der Gemeinschaftsschule ist Kunst. Hundertwasserhäuser und venezianische Gipsmasken haben Schüler dort erstellt.

Ein neues Fach für die Jahrgangsstufe fünf ist BNT (Biologie-Naturphänomene-Technik) mit zwei Stunden Biologie und zwei Stunden Technik und Hauswirtschaft, beides jeweils für ein halbes Jahr. Matthias Sydow zeigte seinen Besuchern, die Boote, Kreisel und Laubsägearbeiten, die in Technik fabriziert worden sind.

„Bonjour und bienvenue“ hieß es in der Französischklasse von Lehrerin Christina Gaube. Vier Stunden Französisch, wählbar ab Klassenstufe sechs, werden nach dem Bildungsplan der Realschule an der Längenfeldschule unterrichtet. Ältere Schüler spielten ihren neuen Mitschülern einen kleinen Dialog vor und mit einem echt französischen „salut“ konnten die sich dann schon von ihnen verabschieden.

(Schwäbische Zeitung, Barbara Körner, 20.03.2017)