16.03.2017 | Schüler stellen bei Tries ihre Projekte vor

Die Partnerschaft zwischen der Ehinger Längenfeldschule und der Firma besteht seit neun Jahren

Nächstes Jahr feiern die Längenfeldschule und Tries das zehnjährige Bestehen der Schulkooperation. (Foto: SZ- meni)

Die Ehinger Längenfeldschule und die Firma Tries kooperieren seit neun Jahren. Jedes Jahr stellen Neuntklässler unter Anleitung von Karl-Heinz Walter, Georg Wiest und Ralf Meyer von Tries ein Werkstück her. Zudem dürfen sich die Schüler in der Firma umsehen. Dieses Jahr ist mit Hilfe der Auszubildenden ein Hammer entstanden, dessen Entstehungsprozess die Schüler am Mittwochmorgen bei Tries erläuterten.

Firmeninhaber Manfred Tries sieht in Schulkooperationen ein Erfolgsmodell. In den vergangenen zehn Jahren hat das Unternehmen 129 junge Leute ausgebildet. 41 Prozent sind nach wie vor in der Firma beschäftigt. Insgesamt fünf Kooperationen hat Manfred Tries mit Schulen in Ehingen und Ulm in den vergangenen Jahren geschlossen, auch um Auszubildende für die Firma zu finden. „Und mit der Längenfeldschule feiern wir nächstes Jahr ein Jubiläum“, sagte Manfred Tries bei der Präsentation der diesjährigen Projekte und des Werkstücks. Insgesamt zwei Führungskräfte, die bei Tries arbeiten, sind ehemalige Schüler der Längenfeldschule, gab Tries den Neuntklässlern mit auf den Weg. Einer ist der aktuelle Werksleiter Matthias Bachhofer. „Man kann durchaus aufsteigen, wenn man das wirklich will.“

Jugendliche erklären Umsetzung im Detail

Viel Mühe hatten sich die elf Jugendlichen der Natur- und Technikgruppe mit ihrer Präsentation, wie ein Schlosserhammer entstanden ist, gegeben. Im Detail gingen sie auf die einzelnen Verarbeitungsschritte von der technischen Zeichnung bis zum fertigen Werkstück ein und zeigten auch, auf welche Probleme sie bei der Umsetzung gestoßen waren. Einen Nachmittag lang waren sie in der Werkstatt der Schule auch von den Auszubildenden von Tries betreut worden, die den Jugendlichen mit Rat und Tat zur Seite standen und ihnen zeigten, wie man richtig feilt, den Arbeitsplatz sauber aufräumt und die Löcher für den Hammergriff so sauber bohrt, dass der Kopf nachher fest auf dem Stil sitzt.

Mittelfristig, so schaute Ralf Meyer voraus, soll die praktische Arbeit auch wieder in der Lehrwerkstatt der Firma stattfinden, doch aktuell sei dafür kein Platz. „Wir planen aber, die Werkstatt ins neue Gebäude zu integrieren.“ Dann seien auch wieder umfangreichere Projekte möglich als die Herstellung eines Schlosserhammers.

Nicht praktisch, sondern ganz theoretisch hatten sich weitere Schüler der Längenfeldschule von der Wirtschaft- und Informatikgruppe Gedanken zu möglichen neuen Produkten mit Hydraulikelementen gemacht: ein hydraulisches Dach, das sich automatisch hebt und lüftet, wenn es zu warm im Haus wird und Kopfhörer, die sich hochklappen, wenn der Musikhörende von seiner Umwelt direkt angesprochen wird.

(Schwäbische Zeitung, Nina Merkle, 16.03.2017)

Download: Vorstellung Schlosserhammer (NuT-Gruppe)
Download: Idee Kopfhörer (WuI-Gruppe)
Download: Idee Dach (WuI-Gruppe)