08.10.2016 | Kloster und Stiftung als Bildungspartner

Längenfeldschule holt sich soziale Kompetenz für die Schüler ins Haus

Mit dem Kloster Untermarchtal und der St. Elisabeth-Stiftung hat die Längenfeldschule Ehingen zwei neue Bildungspartner gewinnen können. (Foto: kö)

Bildungspartnerschaften bedeuten für eine Schule deren Profil in der Berufswegefindung liegt wie bei der Längenfeldschule immens viel. Seit Freitag hat die Schule mit dem Kloster Untermarchtal und der St. Elisabeth-Stiftung zwei neue Bildungspartner, es sind die 199. Und 200. Bildungspartnerschaft im Raum der IHK Ulm, für die Längenfeldschule ist es nach der mit den Firmen Tries, Ott und dem Möbelhaus Borst die dritte.

Als eine „Win-Win-Situation“ für beide Seiten bezeichnete Rektor Max Weber diese Partnerschaften, die Schüler lernen unverbindlich Betriebe und die dort angebotenen Arbeitsplätze kennen, die Arbeitgeber bekommen einen ersten Eindruck von eventuellen neuen Lehrlingen. „Eine offene Flanke im erzieherischen und sozialen Bereich ist mit den neuen Partnern geschlossen. Jeder Schüler, der unsere Schule verlässt, war zwei Monate in Praktika in Betrieben. Mit den neuen Partnern können wir sie an sensible Berufsfelder heranführen, aber wir wollen diese Partnerschaften mit Augenmaß und Bedacht angehen“ sagte Weber. Silvia Geppert von der IHK fand, dass die Schule zielstrebig ihre Schüler auf das Leben nach der Schule vorbereite und die Betriebe gut vorbereitete Schüler bekommen. „Wie gut, dass wir einander haben“ sang der Werkstattchor der St. Elisabeth-Stiftung. 1800 Mitarbeiter sind in den unterschiedlichsten Berufsfeldern tätig. „Wir haben großen Bedarf an Heilerziehungspflegern, sagte Nicole Rapp, „wir brauchen junge Menschen, die Freude an dieser Arbeit haben, wenn das gelingt, kann es gut werden. Sie haben bei uns alle Möglichkeiten“.

Das Kloster Untermarchtal ist in der Längenfeldschule kein Unbekannter, das Mensaessen kommt von dort, die Schüler unterstützen soziale Projekte der Schwestern in Afrika. „Endlich dürfen wir einsteigen in die Bildungspartnerschaft“ sagte Rolf Bomheuer vom Kloster. „Berufswahl, das klingt so schwer, aber das muss einfach Spaß machen, da muss man mit ganzem Herzen dabei sein. Wie viele Kontakte habt ihr mit alten Menschen“ fragte er die Schüler, Es ist schwierig von null auf hundert mit alten Menschen zusammen zu sein“, sagte Bomheuer. Das Kloster liefert jeden Tag überall in der Region Mittagessen aus. „Eine so große Küche tickt einfach anders. Wir möchten, dass ihr erkennt, was geht da, was ist da wichtig. Wir wollen diese Bildungspartnerschaft mit kleinen Einheiten beginnen, immer wieder an anderen Nachmittagen einzelne Schritte machen. Der Beruf muss euch einfach Spaß machen, deswegen ist die Berufswahl so wichtig“ gab Bomheuer den Schüler mit auf den Weg.

Veronika Goller vom Staatlichen Schulamt Biberach erklärte. „Wir versuchen der Schule Unterstützung zu bieten bei der Berufswegeplanung“. Als Vertreter des Schulträgers hatte Bürgermeister Sebastian Wolf das letzte Wort: „für uns als Schulträger ist es ein freudiges Ereignis, wenn solche Partnerschaften zustande kommen“.

Umrahmt wurde die Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunden von der Tanz-AG der Schule und der Körperpercussion Gruppe der Klassen sechs.

(Schwäbische Zeitung, 8.10.2016)