04.10.2016 | Achtklässler trainieren für die Zukunft

Coaching4Future gibt Werkrealschülern der Längenfeldschule Einblick in Berufe

Eine Achterbahnfahrt erlebte Danny beim Blick in ein schwarzes Gerät.

Mit dem Programm „Coaching4Future“ haben Geoökologin Susanne Fries und Molekularbiologin Melanie Schneider am Dienstagvormittag den Achtklässlern der Längenfeldschule einen spannenden Einblick in die Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik vermittelt. Interesse an der Ausbildung in einem Beruf der sogenannten „Mint“-Disziplinen zu wecken, war Ziel des Besuchs der zwei Coaches.

„Was uns daran gefällt, ist der unkonventionelle Zugriff auf unterschiedliche Berufsfelder“, sagt Rektor Max Weber über die von der Längenfeldschule seit annähernd zehn Jahren genutzte Chance, den Schülern im Rahmen der Berufswegeplanung ein zusätzliches und möglichst breites Spektrum zukunftsträchtiger Berufsmodelle anschaulich vor Augen zu führen.

Eine ganze Menge Hightech zum Anfassen und eine lebensnahe Multimedia-Präsentation haben Susanne Fries und Melanie Schneider im Gepäck, das sie vor den neugierig schauenden Jungen und Mädchen ausbreiten. Darunter ist ein Ersatzbein als Antwort auf die Frage: „Was leisten Medizintechniker bei der Entwicklung moderner Prothesen?“

Gesundheit und Lifestyle hatte die achte Klasse aus sechs möglichen Themenbereichen ausgewählt und bekam in beiden Fällen verblüffende Einsichten in die Wunderwelt naturwissenschaftlicher Erkenntnisse und Anwendungen. Eingearbeitete Silberfäden machen es möglich, ein Mobiltelefon bei kaltem Wetter mit Handschuhen zu bedienen. Ein T-Shirt aus Milch ist keine Utopie. Die beiden Coaches erklärten, wie aus der Nahrungsflüssigkeit mit Hilfe der Technik Textilfasern entstehen, und präsentierten ein rosafarbenes Beispiel. Es riecht nicht nach Milch und kann ganz normal gewaschen werden. Die Designerin und Biologin Anke Domaske hat die Milch an den Kleiderbügel gehängt und Wege zur Ablösung von Baumwolle und Polyester aufgezeigt.

Veranstaltungskaufmann schwebt dem 14-jährigen Danny als Berufswunsch vor, sein 13-jähriger Freund Max möchte Automobilkaufmann werden. Ob es dabei bleibt nach der für sie hoch interessanten Reise in die Welt von Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik? Gemeinsam mit dem Arbeitgeberverband Südwestmetall und der Bundesagentur für Arbeit tut die Baden-Württemberg-Stiftung alles, um den Fachkräftemangel in den „Mint“-Berufen zu beheben.

(K. Efinger, Schwäbische Zeitung, 04.10.2016)