22.06.2016 | Für Frankreich werben

Für Französisch als Sprache und Frankreich als Land werben will das France-Mobil, das gestern erstmals an der Längenfeldschule in Ehingen zu Besuch war.

Foto: Andreas Hacker

Die Schüler der Lerngruppe 6.1 mit Lehrerin Christina Gaube und Lektorin Lauréta Agossah vor dem Renault Kangoo, dem France-Mobil.

Seit knapp einem Jahr gibt es im Angebot der Längenfeldschule einen Schwerpunkt auch bei Französisch. Das hat zum einen damit zu tun, dass diese Sprache zu einem der drei Zweige gehört, für die sich die Schüler an der Gemeinschaftsschule auf dem Weg zum mittleren Bildungsabschluss in Klassenstufe 7 entscheiden müssen. Und zum anderen mit der ausgebildeten Realschullehrerin Christina Gaube, die zum Schuljahr 2015/16 von der Zugspitz-Realschule in Bayern nach Ehingen gewechselt ist. Schulleiter Max Weber hatte die Stelle für Französisch-Unterricht ausschreiben können und Christina Gaube hat sich für die Längenfeldschule entschieden, an der sie jetzt diesen Bereich aufbaut.

Dazu gehört auch der notwendige Unterbau: Wer als Siebtklässler mit Französisch beginnen will, muss vorbereitet sein, sagen Max Weber und Christina Gaube. Deshalb gibt es Französisch als zweite Fremdsprache schon ab Klasse sechs – also jetzt zum ersten Mal, nachdem die Gemeinschaftsschule im zweiten Jahr ist. Zwölf Jugendliche der Lerngruppe 6.1 und 11 aus der Lerngruppe 6.2 haben sich für diesen Weg entschieden und bekamen gestern einen besonderen Unterricht: Mit Lauréta Agossah aus Nantes war eine der zwölf Lektorinnen an der Schule, die mit Renault Kangoos durch Deutschland fahren, um über die Sprache zu informieren und um ein zeitgemäßes Frankreichbild zu vermitteln. Das deutsch-französische Jugendwerk und das Institut Française in Stuttgart haben mit Unterstützung der Robert-Bosch-Stiftung die France-Mobile auf den Weg geschickt.

An der Längenfeldschule trifft Französisch auf gute Resonanz, sagt Max Weber: „Wir sind erstaunt über die Wissbegier.“ Auch Lehrerin Christina Gaube freut sich über motivierte Kinder, die gut mitmachen: „Sprechen ist in dieser Phase wichtiger als schreiben“, sagt sie, deshalb werden vor allem Dialoge geübt. Gleichzeitig geht es um Frankreich als Land: In einem Projekt in der vergangenen Woche haben die beiden Lerngruppen Quiche lorraine gebacken.

Weil es in Ehingen eher wenig Berührungspunkte mit Frankreich gibt, ist der Einsatz des France-Mobils für Christina Gaube eine gute Sache: „Es ist wichtig, mit einer richtigen Französin zu sprechen“, sagt sie. Gleichzeitig ist der Besuch auch als Werbung gedacht, wenn die Fünfer, die in diesem Schuljahr in die Gemeinschaftsschule gestartet sind, nach den Sommerferien überlegen müssen, ob sie sich als Sechser auf Französisch vorbereiten.

(Südwest Presse, 22.06.2016)