23.03.2016 | Feilen an Wörtern und Metall

Vor den Firmenchefs und Ausbildern haben 14 Schüler der Längenfeldschule ihr Projekt vorgestellt, das im Rahmen der Schulpartnerschaft mit Tries entstanden ist. Die Präsentation war eine Herausforderung.

Foto: Christina Kirsch

Den Stellenwert der Partnerschaft zwischen Schule und Betrieb verdeutlicht die Beteiligung von Firmenleitung, Schulleitung und Stadtverwaltung bei der Präsentation der Werkstücke gestern im neuen Tries-Standort auf der anderen Seite der Max-Planck-Straße, in den ehemaligen Räumen von Mühlbauer. Jeder war einmal dran. Alle 14 Schüler der Längenfeldschule mussten ein paar Sätze zu einer Präsentation sagen, die gestern Vormittag im neuen Schulungsraum der Firma Tries zu erleben war. Die Jungs aus den Klassen 9a und 9b stellten die einzelnen handwerklichen Schritte zur Herstellung eines Tesa-Abrollers vor, der im Rahmen der Schulpartnerschaft zwischen der Firma Tries und der Längenfeldschule entstanden ist.

Den Stellenwert dieser Partnerschaft unterstrichen Manfred und Matthias Tries, Bürgermeister Sebastian Wolf, Schulleiter Max Weber, der Lehrer Jörg Eisele, Organisator Ralf Meyer und Karlheinz Walter, der Ausbildungsleiter der Firma Tries. Diese Ansammlung von Verantwortungsträgern war für die Jugendlichen eine Herausforderung und Bewährungsprobe, die sie alle gut bestanden haben.

Präsentiert wurde erstmals in neuen Räumen der Firma in der Max-Planck-Straße. Dort hat der Hydraulikspezialist Tries Halle, Bürogebäude und Grundstück des ehemaligen Unternehmens Mühlbauer gekauft, der seinen Ehinger Standort zum Jahreswechsel aufgegeben hat.

Tries bildet seit Jahren viele Jugendliche aus, so dass sich die Hälfte der Belegschaft aus Mitarbeitern zusammensetzt, die im eigenen Haus ausgebildet wurden. Tries pflegt Partnerschaften mit fünf Schulen, diejenige mit der Längenfeldschule besteht seit acht Jahren.

Die Schüler stellten Arbeitsschritte wie das Messen, Anreißen, Feilen, Gewindebohren oder Ansenken vor. Dabei berichteten sie auch von den Tücken, die diese Arbeitsprozesse bergen.

Die Werkstücke entstanden im Technikraum der Längenfeldschule, sollen aber im nächsten Jahr wieder nach Möglichkeit an den Werkbänken der Firma Tries angefertigt werden können.

(Südwest Presse, Christina Kirsch, 23.03.2016)

Download: Tries Präsentation