14.03.2016 | Ehinger Gemeinschaftsschule stellt sich vor

Interesse am Tag der offenen Tür am Ehinger Längenfeld ist groß

Jörg Eisele erklärt das Konzept der Kommunikationsplattform Diler. (Foto:SZ- seli)

Ehingen seli Seit zwei Jahren besteht die Gemeinschaftsschule Ehingen „und wir erhalten viel Lob dafür“, sagte Schulleiter Max Weber am Samstag während einer Informationsveranstaltung für die noch relativ neue Schulart in Ehingen. Das Interesse an dem Tag der offenen Tür war groß. Die Schule hatte ein ausführliches Programm vorbereitet, um die mehr als 50 gekommenen Elternteile mit den nötigen Information auszustatten.

„Im September starten wir in die dritte Runde der Gemeinschaftsschule. Wir haben damit schon einiges an Erfahrung sammeln können - sehen, wo unsere Stärken sind und wo wir noch nachbessern müssen“, leitete Schulleiter Weber ein. Während eines Kurzvortrags erklärte er gemeinsam mit Lehrerkollegin Judith Mößle die Unterschiede der Gemeinschaftsschule im Vergleich zum System der Realschule. „Aktuell unterrichten wir 106 Schüler in der neuen Schulart. Die fünfte und sechste Klassenstufe haben wir mittlerweile für Neuzugang gesperrt, da es schwer ist, da noch einzusteigen“, gab Judith Mößle bekannt.

Ein bedeutendes Thema bei Grundschulkindern, so sagte Max Weber, ist die Angst davor, zur Schule zu gehen. „Dem wollen wir uns annehmen und haben deshalb das Motto der Gemeinschaftsschulen 'Längeres gemeinsames Lernen’ mit angstfreiem Lernen erweitert“, sagte der Schulleiter.

Individuelle Leistung

Auch auf die oft gestellte Frage von Eltern, ob der Leistungsgedanke im Rahmen des Systems der Gemeinschaftsschule überhaupt noch vorhanden sei, ging Schulleiter Weber ein. In einer Gemeinschaftsschule gebe es, so informierte Weber, bis zur achten Klassen keine Versetzung. Auch das herkömmliche Notensystem sei nicht mehr geltend. „Die individuelle Leistungsförderung ist aber sehr wohl wichtig. Die Chance, sich nach oben zu entwickeln, muss da sein“, so Weber.

Über die genauen Fördermaßnahmen und individuellen Lernmethoden konnten sich die Eltern im Anschluss an den Vortrag in den jeweiligen Klassenräumen informieren. So standen die Lehrer unter anderem in den sogenannten Lernateliers für Fragen zur Verfügung und erklärten den Eltern, wie das Lernen hier genau funktioniert. Außerdem konnten sich die Eltern ein genaueres Bild über das Rastersystem machen, welches sich am Niveau des Schülers orientiert.

Lehrer Jörg Eisele stellte den Eltern die Diler-Kommunikationsplattform vor. „Hier sehen Sie sofort, was an dem Tag bei ihrem Kind so in der Schule lief und wo der Status des Lernerfolgs gerade liegt“, erklärte Eisele.

(Schwäbische Zeitung, 14.03.2016)