28.01.2016 | Längenfeldschüler lernen gutes Essen

Ingrid Meißner und Claudia Mederer klären Schüler spielerisch über Ernährung auf.

Großes Interesse zeigte auch die Klasse 3c, deren Lehrerin Anja Kurz den Organisationsplan für die Veranstaltung erstellt hatte.

Dabei und mitten drin ist die Längenfeldschule schon lange, wenn es um gutes Essen geht. Da war es nur selbstverständlich, die Schüler auch an der Landesinitiative „Mach’s Mahl, gutes Essen für Baden-Württemberg“ teilhaben zu lassen. Nicht nur alle Klassen der Längenfeldschule, sondern auch die der auf demselben Gelände angesiedelten Hermann-Gmeiner-Schule profitierten am Dienstag und Mittwoch von dem Angebot.

35 Landratsämter als Partner des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz organisieren im Land Veranstaltungen, Workshops und Infoabende rund um gutes Essen. Zum zweiten Mal finden vom 25. bis 30. Januar 2016 die landesweiten Ernährungstage in Kantinen und Mensen statt.

Eine davon ist die Mensa der Ehinger Längenfeldschule. Hier nahm Anja Kurz, die Klassenlehrerin der Klasse 3c, Kontakt zur Abteilung Hauswirtschaft und Ernährung im Fachdienst Landwirtschaft des Landratsamts auf und erstellte einen Organisationsplan.

Zwei Tage beraumte Ingrid Meißner vom Fachdienst dafür an, zusammen mit ihrer externen Mitarbeiterin Claudia Mederer jede der insgesamt 20 Schulklassen jeweils eine halbe Stunde lang entsprechend dem Entwicklungsstand der Schüler eingehend über gesunde Ernährung aufzuklären. „Sie ist für uns eine wichtige Ergänzung“, betont Rektor Max Weber die Bedeutung der Veranstaltung und stellt sie in den Zusammenhang mit „Klasse 2000“, einem Unterrichtsprogramm zur Gesundheitsförderung, Sucht- und Gewaltprävention an Grund- und Förderschulen. „Ihr habt sehr gut mitgemacht“, bescheinigte Ingrid Meißner am Ende den aufmerksamen Buben und Mädchen der Klasse 3c von Anja Kurz. In vier Mannschaften teilte sie die Schüler zu Beginn ein. „Obst“ benannte sie die erste Gruppe, „Gemüse“ die zweite, „Eiweiß“ die dritte und „Kohlenhydrate“ die vierte. „Das ist ein sehr schwieriges Wort“, gab die Ernährungsberaterin zu, aber die Kinder begriffen schnell, dass es sich dabei um Inhaltsstoffe von Brot und Getreide handelt. Jede Gruppe durfte sich eine Nummernkarte aussuchen. Sie stand für eines der zu behandelnden Themen, zum Beispiel Flaschen. „Ist das eine gute Flasche?“ fragte Claudia Mederer in die Runde. Weil sie stabil war und somit wieder verwertet konnte, war sie gut.

Am Ende kam bei der Vermischung der Ernährungsbestandteile mit Hüpfen Bewegung ins Spiel. Ernährungsbegriffe wie Eiscreme oder Kochbuch ergaben sich beim Pantomime-Raten.

K. Efinger, Schwäbische Zeitung, 28.01.2016