27.01.2016 | Eistee ist süßer als Cola

Wie viel Zucker ist in Getränken? Oder wie wachsen Walnüsse? Wie wird ein Tisch richtig gedeckt? Die Grundschüler der Längenfeldschule haben gestern Wissenswertes zur Ernährung erfahren.

Foto: Christina Kirsch

Lauter gesundes Essen! Die Grundschüler der Längenfeldschule haben gestern Wissenswertes über gesunde Ernährung erfahren - und so manches, was sie gewundert hat.

Wovon braucht der Mensch beim Essen und Trinken am meisten? Die Hauswirtschaftslehrerinnen Claudia Mederer und Ingrid Meißner ließen gestern in der Längenfeldschule und der Hermann-Gmeiner-Schule die Grundschüler raten. Dass Süßigkeiten nicht zu den gesunden Lebensmitteln gehören, war den Jungs und Mädchen klar. Aber wie viel Früchte oder Gemüse sollte man essen? Auf jeden Fall etwa doppelt so viel wie Fleisch oder Brot. Die Hauswirtschaftslehrerinnen verteilten Obst-, Gemüse-, Fleisch und Backwaren-Attrappen und stellten die Kinder in verschiedene Nahrungsmittelgruppen auf. Man sah gleich, dass es beim Obst und beim Gemüse die meisten waren.

Dann gab es Fragen zu verschieden Nahrungsmitteln. Was wächst in Deutschland, was in heißen Ländern? Wie wachsen Nüsse, wie Kartoffeln? Die Nüsse und einige Gemüsesorten bereiteten den Kindern Kopfzerbrechen. In der 3b waren sich die meisten Kinder einig, dass Walnüsse nicht in Deutschland wachsen. Nur Anna vom Ehinger Rennweg, die auf einem Bauernhof aufwächst, wusste die richtige Antwort. "Wir haben einen Walnussbaum daheim", sagte das Mädchen.

Und wachsen in Ehingen Weintrauben? "Nein", war die Antwort beinahe unisono. Das war fast richtig. Einfache Fragen zur Ernährung sind für Grundschüler manchmal ziemlich schwer. So galt es, Getränke nach dem Zuckergehalt einzuordnen. Die Kinder glaubten, in Cola stecke am meisten Zucker. Es war jedoch der Eistee, der noch süßer war. Grundschüler tun sich offenbar auch schwer damit, einen Blumenkohl als Nahrung zu erkennen. "Brokkoli", tippte ein Junge. Und die Gurken? Die wuchsen bei einigen Kindern "bei der Oma".

Andere Fragen beschäftigten sich mit dem richtigen Tischdecken oder die Kinder durften ein Lebensmittel pantomimisch darstellen. Wie sehr das Auge mitisst, merkten die Kinder beim blinden Verkosten von Getränken. Ein Mädchen hielt den Orangensaft für Apfelsaft und die Fanta für Orangensaft. Am spannendsten war für die Kinder der Vergleich zwischen einer Tüte Kartoffelchips mit 175 Gramm Inhalt und ein paar rohen Kartoffeln. "Was glaubt ihr, wie viele Kartoffeln ihr essen dürft, um die gleiche Menge an Energie wie eine Tüte Chips aufzunehmen?", fragte Ingrid Meißner. Es waren ungefähr zehn mittelgroße Kartoffeln. "Soviel schaffe ich nie", staunte ein Junge.

Ernährungswissen wurde den Kindern durch den Aktionstag praktisch anschaulich gemacht. Auch heute erfahren die Schüler noch Interessantes zum Thema Essen.

Christina Kirsch, Südwest Presse, 27.01.2016