26.10.2015 | Nachfrage im Sandwich-Club ist stark angestiegen

25 Schüler essen täglich in der Schulküche – Keine Konkurrenz zur Mensa

Viele Schüler der Längenfeldschule essen mittags in der Schulküche. (Foto:SZ- meni)

Wer mittags nicht in der Mensa der Längenfeldschule essen will, aber trotzdem Hunger hat, kann sich in der Schulküche ein Brot mit gesunden Zutaten belegen. Seit Anfang des Schuljahres gibt es dieses Angebot ergänzend zum warmen Essen. Kamen anfangs nur wenige Schüler, sind es inzwischen täglich rund 25, die morgens und mittags im „Sandwich-Club“ essen.

Immer wieder, so ist es den Lehrerinnen Marina Kirsch und Waltraud Dengler untergekommen, haben sie Schüler „erwischt“, die mittags verbotener Weise zum Bäcker gegangen sind, um sich ein Brötchen, Chips oder Süßkram zu kaufen. „Außerhalb des Schulgeländes wird es schwierig mit der Aufsichtspflicht“, erklärt Waltraud Dengler, warum die Schüler das Gelände nicht verlassen dürfen. Gemeinsam mit ihrer Kollegin hatte sie daher die Idee, ein Zusatzangebot zur Mensa zu schaffen. Einen Schulkiosk, der Backwaren oder Müsliriegel verkauft, gibt es an der Längenfeldschule nicht. „Aber nicht jeder Schüler kann und will in der Mensa essen“, sagt Rektor Max Weber.

Für 50 Cent am Morgen und einen Euro in der Mittagspause können sich die Schüler in der Schulküche nun ein Brot mit Gurken, Tomaten, Frischkäse, Wurst und Salat belegen. Mittags gibt es auch einen kleinen Nachtisch und das Schulobst, das für alle aufgeschnitten auf dem Tisch zur Verfügung steht. Ihr Geschirr müssen die Schüler nach dem Essen selbst abräumen und spülen. Schüler der Sozialdienste wachen über die Essensbereitung und kassieren das Geld. Die Nachfrage ist stark angestiegen. „Inzwischen kommen von Montag bis Donnerstag im Schnitt täglich 25 Schüler“, sagt Waltraud Dengler.

Schon vor Schulbeginn bereitet sie mit ihrer Kollegin alles für das Frühstück und den Mittagssnack vor. Ab 7.15 Uhr kommen die ersten Schüler, „die es, aus welchen Gründen auch immer, nicht geschafft haben, daheim zu frühstücken“, sagt Weber. „Hier bekommen sie dann etwas Gesundes in den Magen.“

Aleyna kommt zwei Mal pro Woche her. „Es gefällt mir, mein Essen selbst zu machen“, sagt die Drittklässlerin. Und auch Dustin mag das Essen. „Hier gibt es so tolle Sachen wie Salat.“

(von Nina Merkle, Schwäbische Zeitung, 26.10.2015)